Wesertunnel
Hier wächst eine Region zusammen

Der Wesertunnel wird zum Motor der neuen Region Unterweser. Im Januar 2004 wurde der Wesertunnel nach mehrjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Seitdem verbinden zwei 1645 Meter lange Röhren die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven zu der neuen Region Unterweser.
Für die Menschen an der Küste ist dieser Tunnel eine grosse Erleichterung und so haben sie ihn wie selbstverständlich angenommen: Jeden Tag fahren 10 000 bis 12 000 Fahrzeuge durch die beiden Röhren. Dabei liegt der Anteil des Schwerlastverkehrs bei 15 Prozent. Bis 2015 werden ca. 20 000 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert. Für den landwirtschaftlichen Verkehr sind die Tunnelröhren tabu. Eine Gebühr wird (zuindest bisher) für die Benutzung des Tunnels nicht erhoben.
Wer heutzutage von Bremerhaven nach Oldenburg will, fährt i.d.R. durch den Wesertunnel. Das Butjadinger Land und "Cuxland" sind nur noch wenige Fahrinuten voneinander entfernt.
Dass die Forderung der Küstenregion, die Ära des Fährverkehrs zu beenden und durch schnellere Verkehrsverbindungen die wirtschaftliche Entwicklung nach vorn zu bringen, richtig war, machen die inzwischen entstandenen Gewerbegebiete auf beiden Seiten des Flusses Weser deutlich. Für viele Menschen ist der Tunnel eine willkommene Abkürzung, um in die Zentren auf der jeweils anderen Weserseite zu kommen.

Lösung für Radfahrer!

Fahrrad-Shuttle fährt jeden Tag

Die VBW (Verkehrsbetriebe-Wesermarsch) haben einen Fahrrad-Shuttle für den Wesertunnel eingerichtet, der während der Sommerferien und bis zum 2. Sptember täglich Fahrräder durch den (sonst für Fahrräder gesperrten) Wesertunnel transportiert. Zwischen 9 und 17 Uhr fährt die Linie 440 ab Nordenham/Hoffe sowie zwischen 9.30 und 17.30 Uhr ab Dedesdorf/Feuerwehrhaus stündlich. Die Fahrzeit beträgt jeweils 20 Minuten.
Kosten: Erwachsener mit oder ohne Fahrrad 2 Euro. Kind mit oder ohne Fahrrad 1 Euro.

Allerdings darf man auch die Schattenseiten nicht vergessen: Die Eröffnung des Tunnels vor jetzt über einem Jahr hatte zur Folge, das mehr als 50 Fährleute auf der Linie Dedesdorf - Kleinensiel dadurch ihren Job verloren.

Genauso bedauern die vielen Radfahrer, dass für sie der Tunnel nicht zugängig ist. Sie können nur die immer noch bestehende Fährlinie bei Sandstedt - wenige Kilometer weiter südlich - benutzen. Gewohnte Rundtouren müssen also umdisponiert werden.

Das nächste Ziel der doch recht strukturschwachen Region ist die Planung und Finanzierung der Küstenautobahn A 22.

(Alle Angaben ohne Gewähr)